Wer fragt führt - den Fokus!

LösungsFokus
die Arbeit am eigenen Lösungsfokus ist sehr erhellend. Selbstcoaching führt dazu, mein Gefühl für dasjenige, worauf es ankommt, zu vertiefen. Ich sehe und erlebe dabei, wann welche Fragestellungen mir selbst weiterhelfen und ich lerne, auch auf dieser Ebene zusätzliche Flexibilität zu entwickeln.
Wir begleiten unsere Klienten in ihren inneren Landschaften und laden sie dabei ein, sich auf ungewohnte Weise und auf noch nicht bekannten Wegen an neue Orte zu bewegen. Diese neuen Erfahrungen erschaffen neue Möglichkeiten.
In der Art wie wir mit SFBT vorgehen, haben sie und wir oftmals das Gefühl, sie hätten diese neuen Möglichkeiten ganz allein entdeckt.
Unterschätzen wir nicht den Beitrag unserer Fragestellungen! Jede Frage, die eine wirklich neue Wahrnehmung beim Klienten auslöst, ist eine Sensation. Wenn sie denn in Lösungsräume greift.
Es ist hilfreich, eine klarere Idee davon zu entwickeln, was eine Frage oder Fragestellung in uns auslösen kann.
Nehmen wir uns mal die Zeit den Prozessen nachzuspüren und schauen mal, was wir alles beobachten können, wenn wir uns selbst etwas fragen.
Vielleicht stellen wir fest, dass einige Fragestellungen dauernd im Hintergrund mitlaufen, bringt mich das weiter, ist das schön, wie wird das enden, werde ich das können, werden sie mich mögen.
Vielleicht können wir auch bei uns selbst beobachten, dass wir manche unserer bewsst gestellten Fragen nicht wirklich gründlich beantworten, sondern bald abzweigen in unsere automatischen Fragen, die uns auf Wege zu unseren "Lieblingsgefühlen" führen.
Ist es wirklich so, dass eine Fragestellung meinen Fokus lenkt und setzt? Was hilft mir beim Fokus halten, was lenkt den Fokus ab und um? Wann bleibe ich dabei und wann nicht?
Ist vielleicht alles Schauen und Erleben auch als eine Art von "Tätigkeit des Fragens" aufzufassen? Ist alles Fragen eigentlich ein "in die Welt hineinhorchen"?
In die äußere Welt versteht sich - aber auch in unsere innere Welt?

Herzliche Grüße,
Christoph Frieling